Was ist Yoga?

Wenn der Begriff Yoga fällt,  denken die meisten Menschen an Bilder von Yogis in sehr ungewöhnlichen Positionen.  Diese Bilder sehen sehr beeindruckend aus, haben aber wenig mit der eigentlichen Bedeutung von Yoga zu tun.

Patanjali hat den Yogaweg in acht Stufen aufgeteilt.  Asana (Yogahaltung) ist eine davon. Körperübungen und Bewegungsabläufe in Verbindung mit Atemübungen (Pranayama)  sind für viele Menschen der erste Schritt zum Yoga. Diese Form des Yogas wird Hatha Yoga genannt, „der Weg, der am Körper ansetzt.“ (Kaya Sadhana) Die Verbindung von Atmung und Bewegung lässt den Geist ruhig und entspannt werden.

Aus dieser  Verbindung heraus entwickelt sich eine Achtsamkeit, die auch unseren Alltag beeinflusst.  Situationen gelassener erleben oder bewusst genießen,  sind nur zwei Beispiele  dafür.  Die Erkenntnis, dass das Glück, das wir suchen, in uns liegt, wird durch die tägliche Yogapraxis verinnerlicht. Yoga ist eine Lebenseinstellung.

„ Menschen  werden  nicht von Dingen gestört, sondern von ihrer Einstellung und  Meinung darüber.“ (Epictetus)

Yoga basiert auf einer 5000 Jahre alten Tradition, deren ganzheitlicher Anspruch es ist,  ein gesundes, erfülltes, friedvolles und vor allem glückliches Leben zu führen.  Die Yoga Sutren von Patanjali gelten als wichtigstes Werk der Yogaphilosophie.

Diese Philosophie lässt sich mit allen Religionen vereinbaren. Sie grenzt nicht aus, sondern vereint. Jeder ist willkommen,  egal welcher Herkunft, welchen Geschlecht oder welcher Religion.

„Es gibt nur eine Wahrheit, aber viele Wege, die dorthin führen.“